Auch der Mist muss mal weg

Der Misthaufen von einem Winter
Der Misthaufen von einem Winter

Heute gibt es zur Abwechslung mal einen Beitrag ohne Tiere. Oder sagen wir, die Tiere sind nicht direkt zu sehen, vielmehr geht es darum, was sie hinterlassen. Denn die Süßen machen nicht nur Freude, sondern auch eine gehörige Portion Mist. Da die Kleinen nun schon eine Woche auf der Weide sind, die Sonne lacht und wir ein paar freie Minuten haben, ist nun die Zeit da, um nun endlich das lästige Aufräumen in Angriff zu nehmen.

Die erste Tat ist meist, den Schlepper auszupacken. Vom trockenen Frühjahr und der zu der Zeit notwendigen Wasserlieferungen ist noch die Palettengabel am Frontlader montiert. Die wird jetzt ausgeklinkt und dafür die Mistgabel aufgenommen. Dazu gibt es noch einen Heckcontainer, der all das Abgebaute für uns vom Offenstall zum Hof transportieren wird, auch wenn es nur 200 Meter sind. Man muss sich ja nicht unnötigerweise und völlig grundlos anstrengen.

Zuerst werden die Weidezäune abgebaut. Wer es noch nicht gesehen hat, ich habe zur richtigen Technik einen Beitrag geschrieben. Auch die Einzäunung für den Winter aus Weidezaundraht wird wieder aufgewickelt und die Fieberglaspfähle in den Heckcontainer gepackt. Der Draht hat im Winter gegenüber dem Netz den Vorteil des geringeren Ableitens. Mit einem kleinen Solarpanel muss meist nur einmal aufgeladen werden. Mit einem Netz müßte man jede Woche die Batterie wechseln und liegt ordentlich Schnee, ist es nicht mehr hütesicher. Das Weidezaungerät darf jetzt, da es hier nicht mehr gebraucht wird, auch mit zu uns nach Hause.

Jetzt noch die Gatter zur Seite räumen. Diese haben auch gute Dienste geleistet und die Tiere bei der Heuballenlieferung davon abgehalten in die Freiheit zu entkommen. Nun müssen sie aber Platz machen, genauso wie die Rundballenraufe.

Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst. Das Ausmisten. Früher haben wir das von Hand gemacht. Da hatten wir aber auch nur fünf Tiere und trotzdem zwei Nachmittage zu tun. Jetzt mit knapp 40 Tieren inkl. den Lämmern ist es schon deutlich angenehmer, den Traktor für das Gröbste einzusetzen. Zum Glück passt er auch eben noch so unter das Dach vom Offenstall. Überall kommt man so aber wegen der Stützpfosten nicht hin. Da ist dann immer noch Handarbeit bzw. Mistgabelarbeit angesagt. Und auch wenn das nicht besonders schwierig aussieht ist das doch Knochenarbeit. Der Mist liegt in schweren, kompakten Platten, die sich teils nicht anheben, teils sich vom Rest nicht trennen lassen. Aber alles geht vorüber und zudem ist dieses Jahr auch nicht ganz so viel zu machen, da wir schon im März grob ausgemistet hatten. Die Matratze war so hoch geworden, dass die Rundballenraufe darin zu versinken drohte. Jetzt ist wieder alles bereit, um im Winter den Tieren ein Zuhause zu bieten. Nur der riesige Misthaufen muss irgendwann im nächsten Jahr als Dünger erneut in den Kreislauf eingebracht werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere